S. 44–59
Entwicklungen, Ursachen und was Bildung tun kann
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106305
.doi: https://doi.org/10.31244/dds.2025.02.05
Abstract
Trotz massenhafter Proteste für Demokratie und gegen Rechtsextremismus kann die „Alternative für Deutschland“ (AfD) weiter Erfolge feiern und zieht 2025 mit 20,8 Prozent so stark wie noch nie in den Deutschen Bundestag ein. Auffällig ist, dass die Partei seit Sommer 2023 auch bei den unter 25-Jährigen starke Zugewinne verzeichnet. Der Beitrag diskutiert zunächst die Veränderungen im Wahlverhalten und geht dann auf die Werthaltungen und politischen Einstellungen der Jugendlichen ein. Es zeigt sich, dass der grundlegende Wertekanon nach wie vor pluralistisch ist, dass die Jugend insgesamt nicht rechts ist, dass aber rechtsextreme Einstellungen und Demokratieverdrossenheit zunehmen und dass sich innerhalb des Rechtsextremismus eine Verjüngung abzeichnet. Die Ursachen hierfür sind komplex: Krisendynamiken, Normalisierungsprozesse der extremen Rechten, soziale Medien und gesamtgesellschaftliche Tendenzen der Regression. Der Beitrag schließt mit dem Fazit, dass sich Rechtsextremismus nicht „wegbilden“ lässt, Bildungseinrichtungen aber zentrale Orte der Demokratiebildung sein sollten.
Schlagworte
Rechtsextremismus, Jugend, Deutschland, AfD
APA-Zitation
Mullis D. (2025). Die Popularität der extremen Rechten unter jungen Wähler*innen: Entwicklungen, Ursachen und was Bildung tun kann. DDS – Die Deutsche Schule, 117(1/2), 44-59. https://doi.org/10.31244/dds.2025.02.05