S. 164–180
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Abstract
Der vorliegende Beitrag beleuchtet bildungsbiografische Verläufe von Personen, die zwischen 1930 und 1960 in Graubünden aufgewachsen sind und in dieser ländlich alpinen Region die Schule besucht haben. Analysiert wurden Interviewdaten von damalig jungen Männern und Frauen, in denen sie ihre bildungsbiografische Zukunft zurückerinnerten. Der Blick in ihre Zukunft, eingebettet in den damaligen Lebenskontext, wurde im Modell zu Gestaltungsformen und Realitäten im Bildungswesen verankert (Fend, 2008). Erste Befunde weisen darauf hin, dass Zukunftsorientierungen und damit verbundene bildungsbiografische Verläufe weitgehend abhängig von sozialen und lokalen Kontextfaktoren waren, die im ländlich-alpinen Raum spezifische Ausprägungen hatten. Hauptsächlich bestanden Spannungsfelder zwischen individuellen Berufswünschen und familiär determinierten und damit vorgezeichneten Berufswegen, die oft die familiäre Existenzsicherung garantieren sollten. Die Befunde werden abschließend auf der Folie des ländlich-alpinen Kontexts eingeordnet und diskutiert.
Schlagworte
alpine Räume, Graubünden, bildungsbiografische Portraits, Bildungsentscheidungen, Untersuchungszeitraum 1930-1960
APA-Zitation
Kerle, U. & Düggeli A. (2024). Zukunftsvorstellungen und Bildungsverläufe in alpinen Kontexten: Heranwachsen zwischen 1930 und 1960. Tertium Comparationis, 30(2), 164-180. https://www.waxmann.com/artikelART106044