S. 40–69

Ein feldübergreifendes Kriteriensystem der Implementationstreue

Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART106107
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2025.01.03

Abstract

Implementationstreue bezeichnet das Ausmaß, in dem die Umsetzung eines Programms mit dem ursprünglich Geplanten übereinstimmt. Die Implementationsforschung zeigt, dass eine konzepttreue Umsetzung von Programmen eher Ausnahme als Regel ist, wofür unterschiedliche Gründe verantwortlich sein können. Für Evaluationen ergibt sich die Notwendigkeit, Implementationstreue in geeigneter Weise zu berücksichtigen. Denn Abweichungen in der Implementationstreue können in formativen Evaluationen auf Verbesserungsmöglichkeiten hinweisen und in summativen Evaluationen führt ihr Ignorieren zu Fehl-schlüssen über Programmeffekte. Bisher fehlt ein feldübergreifendes, möglichst generisches und theoretisch begründbares Kriteriensystem zur Operationalisierung von Implementationstreue. Der Beitrag gibt einen Überblick über den Stand der Literatur und präsentiert einen Vorschlag für ein umfassendes Kriteriensystem zur Erfassung der Implementationstreue in Evaluationsstudien, das theoretisch auf dem in der Evaluation wohletablierten Ansatz des logischen Modells basiert.

Schlagworte
Implementation, Implementationstreue, Kriterien, logisches Modell, Programmevaluation

APA-Zitation
Hense J. (2025). Nicht der Plan wirkt, sondern seine Umsetzung: Ein feldübergreifendes Kriteriensystem der Implementationstreue. Zeitschrift für Evaluation, 24(1), 40-69. https://doi.org/10.31244/zfe.2025.01.03

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