S. 217–242

Kurzlink : https://www.waxmann.com/artikelART105498
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2023.02.03

Abstract

Auf den ersten Blick könnte man sagen, dass die Politik der britischen Regierung während der Pandemie nahezu evidenzbasiert war, da sie sich auf virologische und epidemiologische Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus stützte. In diesem Beitrag geheich der Frage nach, was uns dieser Fall über die Komplexität und die Grenzen der evidenzbasierten Politikgestaltung sagen kann und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine Annäherung an ein Modell der rationalen Entscheidungsfindung auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erreicht werden kann. Insbesondere untersuche ich: Probleme, die durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ratschlägen verursacht werden; Fragen im Zusammenhang mit den Kommunikationskanälen, über die wissenschaftliche Informationen zu den politischen Entscheidungsträgern gelangten; die unscharfe Schnittstelle zwischen Erkenntnissen und Gründen für politisches Handeln; und die kontextuellen Faktoren, die sich auf die Rezeption und Produktion der Erkenntnisse ausgewirkt haben — insbesondere die Rolle von Interessen und Ideologie.

Schlagworte
Evidenzbasierte Politikgestaltung, Politikgestaltung in der COVID-19-Pandemie, Komplexität wissenschaftlicher Evidenz, Ideologie und Interessen im politischen Prozess

APA-Zitation
Hammersley M. (2023). Was the UK Government’s Policymaking ‘Evidence-Based’ During the Pandemic? Reflections on Science and Politics. Zeitschrift für Evaluation, 22(2), 217-242. https://doi.org/10.31244/zfe.2023.02.03

Zeitschrift für Evaluation