S. 99–120
Anwendung latenter Veränderungsmodelle zur Evaluation von Bildungsangeboten in der Gesundheitsförderung
Kurzlink
: https://www.waxmann.com/artikelART106536
.doi: https://doi.org/10.31244/zfe.2026.01.06
Abstract
Zur Bewältigung des gesellschaftlichen Wandels sind adäquate kapazitätsbildende Maßnahmen, vor allem Bildungsangebote in der Gesundheitsförderung (GF), notwendig. Die Ziele dieser Studie sind zweierlei: Sie fragte einerseits, wie GF-Kompetenzen gemessen bzw. quantifiziert werden können, und andererseits wie GF-Trainingskurse zu ihrer Veränderung beitragen und welche Faktoren mit möglichen Veränderungen im Zusammenhang stehen. Mittels Vorher-Nachher-Designs beurteilten 778 Teilnehmende eines österreichweiten Seminarprogramms für Gesundheitsförderung ihre diesbezüglichen Kompetenzen mit einem Selbstbewertungsinstrument. Das umgesetzte latente Veränderungsmodell belegte eine durchschnittliche Kompetenzsteigerung, wobei Teilnehmende ihrer Wahrnehmung nach unterschiedlich stark profitierten. Dabei waren die interindividuellen Unterschiede der intraindividuellen Kompetenz(-veränderung)en von individuellen und organisatorischen Faktoren abhängig und hingen mit der Trainingsbewertung zusammen. Die Ergebnisse weisen somit auf die Relevanz des Individuums und Kontexts hin und tragen zum besseren Verständnis von trainingsrelevanten Mechanismen, Prozessen und Komponenten bei. Das Modell eröffnet neue Möglichkeiten bei der Wirksamkeits- bzw. Transferforschung. Seine Anwendung kann zur Entwicklung von hochwertigen Trainingsmaßnahmen und zur notwendigen Kompetenzentwicklung des Fachpersonals beitragen.
Schlagworte
Gesundheitsförderung, CompHP-Rahmenkonzept, Trainingsevaluation, latente Differenzwerte
APA-Zitation
Lang G. (2026). What Difference Does Participation in Training Make?: Applying Latent Change Models in the Evaluation of Health Promotion Training Courses. Zeitschrift für Evaluation, 25(1), 99-120. https://doi.org/10.31244/zfe.2026.01.06